Stimmen gegen Rechts

Ein literarisches Projekt gegen Rassismus und Neonazismus

Stimmen gegen Rechts
Projekt
Erscheinungsjahr: 2012

Das Projekt „Stimmen gegen Rechts“ entstand als Reaktion auf die Aufdeckung der NSU-Morde. Ziel war es, gesellschaftliche Diskussionen über Ursachen, Denkweisen und Strukturen rechtsextremer Gewalt anzustoßen. Mit Lesungen, Plakataktionen und weiteren kulturellen Veranstaltungen richtete sich das Projekt an die breite Öffentlichkeit und setzte ein Zeichen für Toleranz, Menschenrechte und demokratische Werte.

Initiator war der Verband deutscher Schriftsteller*innen in der Gewerkschaft ver.di (VS in ver.di), der Anfang 2012 die Kampagne „WORTE gegen RECHTS“ startete. Die Initiative wollte einen aktiven Beitrag zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus leisten und gleichzeitig literarische Stimmen stärken, die sich für ein respektvolles Zusammenleben einsetzen.

Auftakt und erste Veranstaltungen

Den Auftakt bildeten mehrere Lesungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse im März 2012. Dort traten zahlreiche bekannte Autor*innen auf, um mit literarischen Beiträgen ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung zu setzen. Begleitet wurden die Lesungen von Diskussionsformaten und weiteren kulturellen Beiträgen.

Vielfältige Aktionen im Jahresverlauf

Im Verlauf des Jahres folgten zahlreiche weitere Aktivitäten. Neben Lesungen organisierte der Verband Plakataktionen, kleinere Veranstaltungen im öffentlichen Raum und Publikationen rund um das Thema. Das Projekt stieß dabei nicht nur in der Literaturszene auf Resonanz, sondern auch in der Zivilgesellschaft und im Bildungsbereich.

Ein besonderes Format war der bundesweite Schreibwettbewerb, der gegen Ende 2012 ausgeschrieben wurde. Autor*innen waren aufgerufen, sich literarisch mit dem Thema auseinanderzusetzen. Aus über 500 Einsendungen wählte eine Jury zehn herausragende Beiträge aus, die im Februar 2013 veröffentlicht wurden.

Fortsetzung des Projekts in mehreren Städten

Auch 2013 setzte der Verband das Projekt mit weiteren Veranstaltungen fort. In Köln, Pirna, Nürnberg, Kassel und Hamburg fanden erneut Lesungen gegen Rechts statt. Zahlreiche Schriftsteller*innen beteiligten sich, unterstützt durch musikalische Beiträge und moderierte Podiumsdiskussionen. Diese Veranstaltungen ermöglichten nicht nur eine literarische Auseinandersetzung mit dem Thema, sondern förderten auch den direkten Austausch mit dem Publikum.

Ein starkes Signal aus der Literatur

Das Projekt „Stimmen gegen Rechts“ verband kulturelles Engagement mit politischer Haltung. Es zeigte, dass Literatur einen wichtigen Beitrag zur Verteidigung demokratischer Werte leisten kann – nicht nur durch Worte, sondern durch sichtbares, gemeinsames Handeln gegen Intoleranz, Hass und menschenfeindliche Ideologien.