Stolperstein gegen das Vergessen

DGB Frankfurt erinnert an verfolgte Gewerkschafter*innen

Stolperstein gegen das Vergessen
Projekt
Projektträger:in: DGB Frankfurt-Rhein-Main
Erscheinungsjahr: 2008

Am 2. Mai 1933 wurden in ganz Deutschland die freien Gewerkschaften von den Nationalsozialisten zerschlagen. Auch in Frankfurt am Main gedachten Gewerkschafter*innen diesem Ereignis: Am 25. April 2008, rund 75 Jahre nach der Besetzung ihres Hauses durch NS-Schergen, erinnerten sie vor Ort an diesen Angriff auf die Arbeiterbewegung.

Vor dem Haupteingang des Frankfurter Gewerkschaftshauses wurde ein ein Meter langer Stolperstein des Künstlers Gunter Demnig verlegt. Der Vorsitzende der DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main, Harald Fiedler, betonte bei der Zeremonie, dass das 1931 errichtete Gewerkschaftshaus Stein für Stein von Frankfurter Gewerkschaftsmitgliedern selbst gebaut und finanziert worden war.

Die Inschrift des Stolpersteins lautet:
„Gewerkschaftshaus erbaut 1931. Wir gedenken den Erbauern – viele von ihnen opferten Leben und Freiheit im Kampf gegen die Naziherrschaft.“

Mit dieser Gedenkaktion erinnern der DGB Frankfurt und seine Mitgliedsgewerkschaften an die verfolgten, gefolterten und ermordeten Frankfurter Gewerkschafter*innen in der Zeit der NS-Diktatur. Zugleich unterstreichen sie, dass die Verteidigung der Demokratie gegen jede Form antidemokratischer Tendenzen zu den zentralen Aufgaben der Gewerkschaften gehört – nicht nur als Lehre aus der Vergangenheit, sondern auch als Auftrag für die Zukunft.