Engagement in der Woche gegen Rassismus bei Honeywell
Projekt

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus waren Anlass für eine Aktion bei Honeywell. Organisiert wurde sie von gewerkschaftlichen Vertrauensleuten der IG BCE sowie dem Betriebsrat der Honeywell Bremsbelag GmbH in Glinde bei Hamburg.
Die Organisator*innen hängten das Plakat der Internationalen Wochen gegen Rassismus aus und verteilten die gemeinsame Erklärung von Kumpelverein, Pro Asyl und dem Interkulturellen Rat sowie die Gelbe-Hand-Anstecker mit dem Motto „Mach meinen Kumpel nicht an!“.
In einer Betriebsratsinformation wurde außerdem die Frage aufgeworfen, ob die Mordserie der sogenannten Zwickauer Terrorzelle weit entfernt ist oder ob die Beschäftigten von Jurid – dem Markennamen der Bremsbeläge – irgendwie betroffen sind.
Der Betriebsrat erinnerte daran, dass ein Jurid-Kollege in dem Haus in Mölln lebte, auf das im November 1992 ein Brandanschlag verübt wurde. Dabei kamen zwei Kinder und ihre Großmutter ums Leben. Der Kollege war mit den Opfern verwandt.
Ein Jahr zuvor war ein weiterer türkischer Jurid-Kollege in Bergedorf von Skinheads beinahe zu Tode geprügelt worden.
Die Schlussfolgerung des Betriebsrats lautete: „Es ist also hier bei uns im Betrieb nicht nur eine theoretische Frage. Mögliche Opfer rassistischer Gewalt arbeiten hier als Kolleg*innen.“
Deshalb sollte klar gemacht werden: Wir stehen zusammen. Dieses Bewusstsein soll nicht nur im Betrieb gestärkt, sondern auch nach außen getragen werden.