3. Preis
Lied „Hand in Hand- Ein Lied für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt“
Schüler*innen der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz der BBS Bersenbrück, Klasse 1: Greta Berenberg, Luca Buschermöhle, Ayse Ana Esmer, Maditha Großpietsch, Daniel Holthaus; Alina Klug, Lilly Kosche, Nicole Krause, Katja Lübben, Sanaz Maleki, Victoria Masch, Timo Möller, Eileen Pepke, Viktoriia Popovych, Leon Rahe, Sandra Roginska, Josephine Schmidt, Mario Spieker, Viktoria Zimmerling
Das Lied entstand im Rahmen des Unterrichts „Vielfalt in der Lebenswelt von Kindern“ an der BBS Bersenbrück. In ihrem selbst verfassten und komponierten Werk setzen sich die Schüler*innen mit den Themen Rassismus, Ausgrenzung und Extremismus auseinander. Diesen stellen sie bewusst zentrale Werte wie Zusammenhalt, Vielfalt, Respekt und Inklusion gegenüber. Um insbesondere jüngere Kinder anzusprechen, ist das Lied in einer kindgerechten, leicht verständlichen Sprache gehalten.
Die praktische Umsetzung erfolgte in Kooperation mit einer Kindertageseinrichtung in Bersenbrück, in der das Lied als pädagogisches Material erprobt wurde. Gemeinsam mit den Kindern wurde es gesungen und aktiv gestaltet. Dabei war es den Schüler*innen ein besonderes Anliegen, alle Kinder – unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen – einzubeziehen. „Auch ein Mädchen mit Down-Syndrom hat aktiv am Singen teilgenommen. So wird die Botschaft des Liedes im gemeinsamen Tun unmittelbar erfahrbar“, berichten die Autor*innen.
Begründung der Jury
Mit dem Lied „Hand in Hand – Ein Lied für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt“ ist es den Schüler*innen der BBS Bersenbrück gelungen, die komplexen Herausforderungen von Ausgrenzung und Rassismus in eine Sprache zu übersetzen, die Kita-Kinder im Kern erreicht und in ihrer Identität stärkt.
Besonders beeindruckend ist der Ansatz, Unterschiede als vollkommen natürlich darzustellen. Die Einzigartigkeit jedes Einzelnen wird als Reichtum der Gesellschaft vermittelt, anstatt lediglich vor Ausgrenzung zu warnen. So setzt das Lied auf positive Bestärkung und begegnet Vorurteilen mit einer konsequenten Wertschätzung von Verschiedenheit.
Das Werk schafft ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit und ermutigt die Kinder, füreinander einzustehen. Zusammenhalt bleibt hier kein abstraktes Konzept, sondern wird durch gemeinsames Handeln und Erleben erfahrbar. Der Beitrag zeigt eindrucksvoll, wie Musik bereits im frühen Kindesalter den Grundstein für ein solidarisches Miteinander legt. Das Projekt ist ein kraftvolles Plädoyer für eine offene Gesellschaft und zugleich ein Vorbild für zeitgemäße, altersgerechte und einfühlsame pädagogische Arbeit.