Sonderpreis DGB Jugend Nordrhein-Westfalen

Video „Hoffnung braucht Verantwortung - Video-Zusammenschnitt einer gemeinsamen Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz 2025“

Bildungsgangübergreifende Berufsschüler*innengruppe des Hans-Schwier-Berufskollegs Gelsenkirchen und des Pictorius Berufskollegs Coesfeld in Kooperation mit der IG BAU Westfalen

Im Oktober 2025 absolvierten Auszubildende des Hans-Schwier-Berufskollegs Gelsenkirchen und des Pictorius-Berufskollegs Coesfeld eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz und Krakau. Die von der IG BAU Westfalen initiierte Reise führte junge Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet und verschiedensten Bauberufen zusammen – von Trockenbaumonteuren über Schornsteinfeger bis hin zu Maurern.

Ihre Eindrücke verarbeiteten die Auszubildenden in einem Videobeitrag. Durch eine Kombination aus Bildern, Interviews und vertonten Reflexionen dokumentiert der Film ihre Lernerfahrungen und spiegelt zugleich das vielfältige Miteinander der Gruppe wider. „Wir haben gelernt, wie gefährlich Ausgrenzung, Vorurteile und Hass sind und welche Verantwortung wir heute für Menschenrechte und Demokratie tragen“, so das gemeinsame Fazit.
 

Begründung der Jury

Das Video „Hoffnung braucht Verantwortung“ ist ein beeindruckender filmischer Reflexionsbericht junger Auszubildenden des Hans‑Schwier‑Berufskollegs in Gelsenkirchen und des Pictorius‑Berufskollegs in Coesfeld. Die Begegnung mit dem Ort des nationalsozialistischen Terrors in Auschwitz‑Birkenau hinterließ bei den jungen Menschen starke emotionale Eindrücke.

Beeindruckend ist, wie diese heterogene Gruppe – Auszubildende aus unterschiedlichen Regionen und Ausbildungsberufen – im Austausch zusammenwuchs und gemeinsam schwierige historische Erfahrungen reflektierte. Im Video verarbeiten sie diese Erlebnisse künstlerisch: Bilder aus dem Ort des Grauens und vertonte Reflexionen verbinden persönliches Erleben mit kritischer Auseinandersetzung. Die jungen Menschen zeigen Gesicht, beziehen Haltung gegen Krieg, Hass und Ausgrenzung – „Nie wieder ist jetzt“ wird zur Botschaft, die sie nicht nur für sich, sondern für zukünftige Generationen formulieren. Durch diesen Beitrag entsteht ein authentischer, berührender und verantwortungsbewusster Beitrag zur Erinnerungskultur, der weit über die reine Darstellung hinausweist.