Editorial

Liebe Freundinnen und Freunde,

Anfang Januar flog das Treffen von AfD-Größen mit anderen Neonazis, einigen CDU-Mitgliedern und rechten Kapitalisten auf. Was in einem schicken Hotel in Potsdam besprochen wurde, war nichts anderes als eine Art Wannseekonferenz 2.0. Die Pläne zur Deportation von Millionen Menschen mit Migrationsgeschichte aus Deutschland entsprechen genau dem, was die neuen und alten Rechten so gerne als Ziel ihren Gegnern unterstellen: Die Umvolkung der Gesellschaft, inklusive Leid, Vertreibung und Tod. Dies müssen wir verhindern: Staatliche Institutionen können weiter wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen, oder wir nutzen endlich die vorhandenen demokratischen Instrumente, um wirksam gegen die AfD als faschistische Partei vorzugehen.

Ein AfD-Verbot muss geprüft werden. Und wir müssen es den Rechten so schwer wie möglich machen, ihre Pläne umzusetzen. Die anstehende Reform des Einbürgerungsrechts muss es den vielen Millionen Menschen, die seit Jahren hier leben und arbeiten, so unkompliziert wie möglich machen, sich einbürgern zu lassen. Gleiche Rechte verhindern Entrechtung und sind das Gebot der Stunde.

Euer Romin für den gesamten Vorstand des Kumpelvereins

Romin Khan, stellvertretender Vorsitzender des Kumpelvereins, Foto: Christian Jungeblodt